15.12.2004 / Ansichten / Seite 8

Klartext

DGB-Spitze für Ein-Euro-Jobs

Rainer Balcerowiak

Der »Hartz IV«- Countdown läuft, und alle machen mit. Das »größte Reformvorhaben in der bundesrepublikanischen Sozialgeschichte« (Gerhard Schröder) tritt am 1. Januar in Kraft und ist längst zum medialen Großereignis geworden. Dabei ist die staatlich verordnete Euphorie inzwischen einer gewissen Ernüchterung gewichen.

Damit sind nicht in erster Linie die leider immer noch viel zu schwachen Proteste der Betroffenen und von Sozialinitiativen gemeint, auch bei Teilen des Kapitals macht sich so langsam deutliches Stirnrunzeln breit. Der binnenmarktorientierte Teil der mittelständischen Wirtschaft und dabei besonders die Dienstleister sowie das Handwerk fürchten Schmutzkonkurrenz durch staatliche Zwangsarbeit und weitere Kaufkrafteinbußen inzwischen ähnlich stark wie die vielgescholtenen »zu hohen Lohnnebenkosten«. Die im Schlepptau der »Hartz-Reformen« vor allem in Großkonzer...

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