08.12.2004 / Ausland / Seite 7

Alte Parteien von Bildfläche verschwunden

Boliviens »Bewegung zum Sozialismus« siegte bei Gemeindewahlen am Sonntag. Evo Morales: »50 Prozent Zuwachs«. Indigene Gruppen bauen Präsenz weiter aus

Harald Neuber

Boliviens Parteienlandschaft ist seit den Gemeindewahlen am vergangenen Sonntag nicht wiederzuerkennen. Nach Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses am Montag mittag (Ortszeit) sind die etablierten Parteien fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Gewählt wurden 327 Bürgermeister. Die »Nationale Revolutionäre Bewegung« (MNR) des 2003 gestürzten Präsidenten Gonzalo Sánchez de Lozada kam dabei laut dem Ergebniss gerade einmal auf 5,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ähnliche Verluste fuhr die »Demokratische Nationale Aktion« (ADN) ein. Allein die etablierte sozialdemokratische »Bewegung Revolutionäre Linke« (MIR) kam mit vergleichsweise geringen Verlusten landesweit auf den zweiten Platz. Obwohl sich die »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) in keiner der zehn großen Städte des Andenstaates durchsetzen konnte, errang sie zwei Drittel der Bürgermeisterposten. Parteiführer Evo Morales bezeichnete das Ergebnis als »großen Sieg« für die Linkspa...

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