Gegründet 1947 Donnerstag, 21. November 2019, Nr. 271
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
25.11.2004 / Feuilleton / Seite 12

Feinde suchen und jagen

Antiarabischer Rassismus als Grundlage einer neuen Que(e)rfront

Markus Bernhardt

»Der Hauptfeind steht im eigenen Land«, konstatierte Karl Liebknecht. Zunehmend wird dies zum Schlachtruf verschiedener schwullesbischer Aktivisten, die damit aber keineswegs imperialismusaffine Kriegstreiber meinen, sondern in Deutschland lebende Muslime, denen sie eine qua Geburt vorhandene Homophobie und einen nahezu genetisch vorhandenen Hang zum Terrorismus unterstellen.

Multikulti-Banden

Dabei nimmt das Homobündnis »Queer for Israel« die rassistische Vorkämpferrolle ein. Es steht dem antideutschen Kampfblatt Bahamas nahe, dessen Redaktion im Internet zum Mord am niederländischen Filmregisseur Theo van Gogh eine Stellungnahme verbreitet, um gegen die »multikulturellen Banden in Holland wie in Deutschland« zu wettern, womit jener Personenkreis gemeint ist, der sich dem Eintritt in den rechten Volkschor der Islamkritiker beständig verweigert. Auch solidarisieren sich die selbsterklärten Freunde US-amerikanischer Angriffskriege mit dem niederländ...



Artikel-Länge: 4175 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €