22.11.2004 / Thema / Seite 10

Begehrte Alu-Chips

Epochenumbruch 1989, Rückwende in der DDR vor 15 Jahren. Wie Wessis mit Ostgeld ihr Schnäppchen machten (Teil V)

Jörg Roesler

Alu-Chips, das weiß man, war der Spottname auf die DDR-Währung, abgeleitet von deren Pfennig-Münzen aus Aluminium. Alu-Chips war in den 80er Jahren manchem DDR-Bürger die verächtliche Bezeichnung für eine Währung, die nicht viel taugte, jedenfalls nicht ausreichte, um an Westwaren heranzukommen, auch nicht an jene, die es im Intershop gab. Begehrt? Das war diese Währung doch wohl nie.

Doch das stimmt so nur für das eigene Land. Es hieße, die Geschichte der DDR-Währung unvollständig zu erzählen, wenn man nicht darauf hinwiese, daß es eine Zeit gab, da sich viele drängten, in den Besitz dieser Alu-Chips zu gelangen. Das geschah in der letzten Phase der Existenz der DDR – in den Monaten zwischen Mauerfall und Währungsunion. Das waren 1989/90 allerdings keine DDR-Bürger, die die Alu-Chips mit einem Male begehrten. Sie griffen lieber zu DM, die als Begrüßungsgeld noch bis Ende Dezember an die ins westliche Einkaufparadies einströmenden Ostdeutschen verteilt ...

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