17.11.2004 / Inland / Seite 5

Fitgemacht für Falludscha

US-Stützpunkte in der BRD: Verletzte amerikanische Soldaten aus Irak-Krieg als Helden gefeiert. Deutsche Regierung unterstützt so Washingtons Verbrechen

Günter Platzdasch

Vilseck und Landstuhl kommen in den Weltnachrichten über den Häuserkampf in Falludscha kaum vor. »Theoretisch haben Sie recht«, antwortete Egon Bahr, der SPD-Außenpolitiker, in einem am 5. November erschienenen Zeitungsinterview auf den Hinweis, daß Deutschland indirekt die Angriffe der USA auf den Irak unterstütze: »Ich hätte es für unverantwortlich gehalten, wenn der Bundeskanzler zusätzlich zur Verweigerung der Gefolgschaft gegen den Irak die Frage der Überflugrechte aufgeworfen hätte. Das wäre gleichbedeutend gewesen mit der Infragestellung der US-Stützpunkte in Deutschland. Das wäre zuviel auf einmal gewesen! Außerdem: Diese Stützpunkte behindern unsere außenpolitische Handlungsfreiheit nicht.« Aber es geht nicht nur um Überflugrechte: Schon vor Kriegsbeginn übten nicht nur auf ungarischem, sondern auch auf deutschem Boden US-Streitkräfte den Irak-Einsatz, und auch das Sanitätswesen hierzulande sichert die amerikanische Aggression ab. »Wir fordern di...

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