15.11.2004 / Ausland / Seite 3

Die UCK und ihre Massengräber im Kosovo

EU-Beobachter Wolfgang Kaufmann berichtet über seine Zeit auf dem Balkan

Rüdiger Göbel

Fünf Jahre nach dem NATO-Angriff auf Jugoslawien hat mit Wolfgang Kaufmann jetzt ein EU-Beobachter seine Erinnerungen über die Vorkriegszeit im Kosovo vorgelegt. Seine Sicht auf die UCK (Kosovo-Befreiungsarmee) könnte so manchen ernüchtern. »Die albanische Politik war ein Jahr vor dem Krieg bereits auf völligem Konfrontationskurs gegen die Serben eingerichtet. Im Gegensatz zu serbischen Politikern (…) wollten sie alles andere als eine einvernehmliche Lösung. Und das beruhte meines Erachtens auf dem Einfluß der UCK (…)«, urteilt Kaufmann. »Trotz gegenteiliger Beteuerungen lag Entspannung nicht in ihrem Interesse.« Wohlgemerkt, der Autor ist alles andere als ein Serbenfreund; er war von 1993 bis 2002 fast durchgehend als Angestellter des Auswärtigen Amtes für die Europäische Union als Krisenbeobachter auf dem Balkan tätig.

Als Leiter einer EU-Beobachtergruppe hielt sich Kaufmann im Zentrum des Geschehens auf. Der pensionierte Berufssoldat wurde 1998 als...

Artikel-Länge: 3575 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe