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25.10.2004 / Ansichten / Seite 8

»Das Tabuthema Atomwaffen gehört auf die Agenda«

Nach wie vor sind US-amerikanische Atomwaffen in Deutschland stationiert. Die Bundesregierung bleibt untätig. Ein Gespräch mit Winfried Nachtwei

Harald Neuber

* Winfried Nachtwei ist sicherheitspolitischer Sprecher von Bündnis90/ Die Grünen im Bundestag

F: Auch nach dem Ende des Kalten Krieges sind in Europa und in Deutschland noch Hunderte US-Atomwaffen stationiert. Was steht einem Abzug im Wege?

Eigentlich nichts, zumindest was die sicherheitspolitischen und erst recht die friedenspolitischen Gründe angeht. 1985 waren noch zirka 3400 amerikanische Atomwaffen in Deutschland stationiert; heute sind es vielleicht noch um die hundert. Ich denke, daß die derzeitige Reduzierung der US-Streitkräfte in Deutschland dafür genutzt werden sollte, diese Waffengattung endgültig abzuziehen ...

F: ... zumal die ursprüngliche Begründung zur Stationierung ja seit 1989 nicht mehr besteht. Trotzdem lagern auch in Militärbasen wie Ramstein und Büchel in der Eifel nach wie vor atomare Sprengköpfe. Weshalb bleibt die Bundesregierung untätig?

Die Atomwaffenstrategie der NATO wurde am Anfang der rot-grünen Regierung kurz ...







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