21.10.2004 / Ansichten / Seite 2

»In Belarus gab es keine Wahlfälschung«

Vier Beobachter pro Wahllokal. Selbst OSZE konnte keinen konkreten Fall von Manipulationen nennen. Ein Gespräch mit Wolfgang Richter

Peter Wolter

* Professor Dr. Wolfgang Richter ist Vorsitzender der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM). Er ist soeben aus Belarus zurückgekehrt, wo er mit einer GBM-Delegation die Wahl beobacht hat.


F: Sie waren als Wahlbeobachter in Belarus. Haben Sie Wahlfälschungen gefunden?

Wenn ich vor allem Fälschungen aufdecken wollte, müßte ich eher zur Präsidentenwahl in die USA reisen. Man sollte Wahlsysteme danach beurteilen, ob die Bevölkerung ihren Wählerwillen frei und demokratisch zum Ausdruck bringen kann. Da habe ich nun schon zum dritten Mal in Belarus wenig oder gar nichts zu beanstanden.

F: Beobachter der OSZE behaupten aber, es habe Wahlfälschungen gegeben.

Im Gegensatz zu denen sind wir unvoreingenommen und haben darüber hinaus Sprachkenntnisse. Präsident Alexander Lukaschenko hätte Wahlfälschungen gar nicht nötig. Belarus hat mit 14 Prozent Wirtschaftswachstum im letzten Jahr die höchste Wachstumsrate in ganz Osteuro...








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