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29.09.2004 / Feuilleton / Seite 3

Lizenzen für Deutschland

Die Deutschquote wird kommen – freiwillig im Staatsrundfunk. Der Verband privater Rundfunk- und Telekommunikation will klagen und weiter dudeln

Heinrich Hecht

Die Quote ist keine Frage der Nationalkultur. Sie ist eine klassische Gildeverordnung des vorindustriellen Warentauschs. Bemerkenswert an der Diskussion ist allein, daß eine global organisierte Industrie sich komplett von Schöpfern (Produzenten) und Subunternehmen abkoppelte und der umsatzschwache Rest jetzt um Mittelalterinstrumentarien greint.

Zur Geschäftsgrundlage: das Schreien nach Quote ist eine rot-grüne Mittelstandsoffensive. Umsätze mit Musik funktionieren ausschließlich mit der Übertragung von Urheberrechten an Verwerter. Das Urheberrecht ist geteilt, ins Recht an der Komposition, das in Deutschland immer dem Komponisten gehört, (im anglo-amerikanischen Rechtsraum »erwerben« auch Firmen Rechte) und dem Recht an der Aufnahme, das gemeinhin den Plattenfirmen gehört. Komponisten werden von Verlagen vertreten. Alle Plattenfirmen besitzen Verlage. An die Verlage werden über verschiedene Verwertungsgesellschaften Lizenzgebühren ausgezahlt, die be...

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