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29.09.2004 / Inland / Seite 9

Keine Chance für die Bahn

Börsengang ja oder nein? Zwei Lobbygruppen im Clinch mit untauglichen Konzepten. Interessen der Allgemeinheit und der Beschäftigten hintenan

Hans-Gerd Öfinger

Die Aussetzung des für 2006 geplanten Börsengangs der Deutschen Bahn AG hat auch unter den Eisenbahnern neue Diskussionen angefacht. Viele Mitglieder der Gewerkschaft TRANSNET reagierten mit Erleichterung, als der von BahnChef Hartmut Mehdorn mit aller Gewalt anvisierte Termin vertagt wurde. Außerdem hatte der Gewerkschaftsvorsitzende Norbert Hansen sich »endlich« vom geplanten Börsengang der Deutschen Bahn distanziert sowie Bahn-Management und Politik öffentlich scharf kritisierte.

Bundeskanzler Gerhard Schröder versicherte vergangene Woche dem angeschlagenen Mehdorn seine Loyalität. Der verschobene Börsengang werde spätestens 2008 stattfinden. Doch die Lobbyisten im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mobilisieren weiter ihre Kräfte und setzen alles daran, Mehdorn und seine Linie des »integrierten Börsengangs« der Bahn – mitsamt dem Strecken- netz – bald zu Fall zu bringen. Jene Leute wollen die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten für ihre L...

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