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29.09.2004 / Inland / Seite 15

Alles unschuldige Opfer?

Verfolgte des Naziregimes und PDS protestieren gegen Gedenkstätte für in der DDR verurteilte Faschisten in Halle. Einige der Geehrten waren an Ermordung von 1017 KZ-Häftlingen beteiligt

Im sachsen-anhaltinischen Halle liegt offenbar ein neuer Fall von Übereifer bei der Umsetzung der Totalitarismusdoktrin vor. Bereits am 1. Juni wurde auf dem Gertraudenfriedhof eine »würdige Grabanlage für die Opfer von Krieg und Gewalt« eingeweiht. Die Gedenkstätte ist 117 Personen gewidmet, die zwischen 1950 und 1953 im DDR-Gefängnis Forst-Zinna verstorben sind. Deren Urnen wurden bereits im vergangenen Jahr nach Halle umgebettet. Bei der offiziellen Einweihung wurden ausnahmslos alle als unschuldige Opfer dargestellt. Dabei handelt es sich bei vielen der Geehrten um Menschen, die wegen Kriegsverbrechen und anderer Vergehen verurteilt worden waren.


Kriegsverbrecher

Am Wochenende haben neun Verbände von Opfern des Faschismus, darunter der Interessenverband ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (IVVdN) Sachsen-Anhalt, der Bundesausschuß der VVN-BdA und mehrere Lagergemeinschaften, ge...




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