16.09.2004 / Ansichten / Seite 2

Mit »Antiquitäten« zum Amt: Arbeitsberater als Gutachter?

Gerd Kleine von der Gruppe »Internationale KommunistInnen« bereitet gemeinsam mit Erwerbsloseninitiativen eine Antiquitätendemonstration vor. Die soll heute in Berlin stattfinden

Matthias Pfeiffer

F: Warum machen Sie eine Antiquitätendemo als Anti-Hartz-Aktion?

Wir bringen alte Möbel und sonstigen Plunder zum Arbeitsamt, um sie dort schätzen zu lassen. Damit wollen wir den Fragebögen Rechnung tragen, die als Voraussetzung für das Arbeitslosengeld II (ALG II) ausgefüllt werden müssen. Dort wird nach Erbstücken, Antiquitäten etc. gefragt, die sich im Besitz der Antragsteller befinden. Bei falschen oder unvollständigen Angaben droht der Entzug der Unterstützung.

F: Wie aber sollen Erwerbslose wissen, welchen Wert eine alte Kommode oder ein ererbter Schrank hat?

In den letzten Wochen wurden schon Anträge auf Einschaltung eines Gutachters an die Arbeitsämter gerichtet, um das Inventar zu schätzen. Weil die Betroffenen aber einen Gutachter nicht bezahlen können, sollten die Ämter die Kosten übernehmen. Die haben nicht darauf reagiert. Jetzt kommt eben der Prophet zum Berg, sprich zum Arbeitsamt, damit die Mitarbeiter dort selber schätzen...





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