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16.09.2004 / Thema / Seite 10

Der Mythos des »Jewish Vote« in den USA

Die reaktionäre Ausrichtung der proisraelischen Lobbys in den USA und ihr Widerspruch zur Mehrheit der jüdischen US-Amerikaner

Knut Mellenthin
* Das Bekanntwerden von FBI-Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Spion im Pentagon, der Israel und das American-Israel Public Affairs Committee(AIPAC)mit geheimen Informationen versorgt haben soll, hat die Diskussion um diese Organisation, die sich selbst offiziell als »Pro-Israel-Lobby« bezeichnet, belebt.


Das 1951 gegründete AIPAC , das bis in die 70er Jahre nur eine Handvoll Mitarbeiter zählte, hat gegenwärtig nach eigenen Angaben 85 000 Mitglieder, ein Jahresbudget von 33,4 Millionen Dollar und 165 hauptamtliche Angestellte. Außer der Zentrale in Washington in unmittelbarer Nähe des Kongresses unterhält das AIPAC Büros in zehn Bundesstaaten der USA sowie in Israel.

Ein Vergleich zeigt, daß der Umfang der Tätigkeit des AIPAC in den letzten Jahren stark zugenommen hat. 1987 wurde das Jahresbudget mit sechs Millionen Dollar angegeben, es wurde also seither in sieben Jahren mehr als verfünffacht. AIPAC zählte damals 55 000 Mitglieder. Im Jahr 1980 ...


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