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11.09.2004 / Titel / Seite 1

Bush greift Sudan an

Neues Kriegsziel in Afrika: US-Präsident erhebt Völkermordvorwurf. Streit über neue UN-Resolution

Gerd Schumann

Am Vorabend des 11. September visierte George W. Bush einen neuen Kriegsschauplatz an. Er liegt diesmal auf dem afrikanischen Kontinent und heißt Sudan. »Es ist klar, daß nur ein Eingriff von außen das Töten stoppen kann«, erklärte im Weißen Haus der Herrscher über die stärkste Armee der Welt am Donnerstag abend (Ortszeit). Es war ein Machtwort, das die über halbjährige Vorbereitungsphase für einen nun absehbaren militärischen Angriff beendete. Wie, wann durch wen genau der Sudan überfallen werden wird, dürfte noch nicht entschieden sein. Auch hat der UN-Sicherheitsrat eine am Donnerstag eingebrachte US-Resolution noch nicht beschlossen. Doch steht unabhängig von dessen Position inzwischen ein Szenario, das dem Luftangriff auf Jugoslawien 1999 verblüffend ähnelt: Damals hatten NATO-Truppen auch ohne UN-Segen begonnen, Belgrad zu bombardieren – vorgeblich, um die in Kosovo gefährdeten Menschenrechte zu verteidigen.

Auch in New York und Washington dreh...

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