08.09.2004 / Ansichten / Seite 2

CDU-Stiftung in Venezuela: Unterstützung für Putschisten?

jW sprach mit Michael Lingenthal, Landesbeauftragter der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) in Venezuela

Harald Neuber

F: Der Sieg von Präsident Hugo Chávez beim Referendum in Venezuela am 15. August ist international anerkannt. Nur die sogenannte Demokratische Koordination, ein Zusammenschluß von Oppositionsgruppen, verweigert die Akzeptanz. Hat sie sich damit nicht endgültig als antidemokratisch entpuppt?

Nein. Dieses Bündnis der demokratischen Opposition Venezuelas hat nach dem Referendum noch zu keinen ungesetzlichen und antidemokratischen Aktionen aufgerufen. Über die Einsprüche kann alleine das Oberste Gericht entscheiden. Wenn durch den Einspruch der Opposition eine Entscheidung herbeigeführt wird, bewegt sich doch alles im demokratischen Verfahren.

F: Gehen Sie als KAS-Landesbeauftragter von einem Wahlbetrug aus?

Ich stelle mir folgende Fragen: Wenn alles korrekt verlaufen ist, warum dann diese Furcht vor einer manuellen Kontrolle? Ich frage mich allerdings auch, wo der Aufschrei der Massen bleibt, wenn zwei Millionen Stimmen der Opposition »geraubt« word...





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