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19.08.2004 / Ansichten / Seite 3

60 Jahre nach Thälmann-Mord: Bleibt Gedenkstätte versperrt?

jW fragte Heinz Schmidt ist Sprecher des »Freundeskreises Ernst-Thälmann-Gedenkstätte Ziegenhals e. V.«

Arnold Schölzel

F: In der Nacht vom 17. zum 18. August 1944 wurde der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann ermordet. Sie rufen für Sonntag zu einer Kundgebung vor der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals bei Berlin auf. Was bedeutet dieser Tag für Sie?

Dieser Gedenktag ist für mich aus einem ganz einfachen Grund noch wichtiger als das Gedenken an die Opfer des 20. Juli. Hier handelt es sich um den Politiker, der schon lange vor 1933 dazu aufrief, sich im Kampf gegen den aufkommenden Hitlerfaschismus zu einen. Er sprach 1932 aus, wohin ein Hitler an der Macht führen würde: »Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Und wer Hitler wählt, wählt den Krieg.« Diese Warnungen wurden nicht beachtet. Als Hitler 1933 vom deutschen Großkapital und vom Junkertum an die Macht gehievt wurde, rief Thälmann als erstes die führenden Kräfte seiner Partei, der KPD, zusammen und reagierte eine Woche später in Ziegenhals mit einer klaren Analyse der Situation in Deutschland. Er rief erneut über ...

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