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19.08.2004 / Ausland / Seite 8

Kahlschlag mit verheerenden Folgen

Haiti: Abholzung trägt zu Umweltkatastrophen bei. Aber Holz bleibt wichtigster Brennstoff

Jane Regan / Roberto Roa

Drei Meter hoch türmen sich die Säcke mit Holzkohle vor dem Laden von Edmond Pierre. Das Geschäft an der Einfallstraße in die haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince läuft gut, über fehlende Kundschaft kann Pierre nicht klagen. 400 Gourdes, umgerechnet zehn Euro, verdient er an jedem Sack, der die rußig-schwarzen Reste eines auf Haiti sehr knappen Gutes enthält: Holz.

Einst war das karibische Land, das sich die Insel Hispaniola mit der Dominikanischen Republik teilt, zu 75 Prozent bewaldet. Heute ist Haitis Waldbestand auf unter ein Prozent der Landesfläche gesunken. Die Entwaldung ist eine permanente Umweltkatastrophe und ein Teufelskreis: Mangels anderer Brennstoffe wird im verarmten Haiti zumeist mit Holz gekocht, drei Viertel des Energiebedarfs werden mit Holz oder Holzkohle gedeckt. Dieser Nachfrage ist die Natur nicht gewachsen, so daß immer mehr Gebie...

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