18.08.2004 / Inland / Seite 3

Grenzenlose Raffgier

Neuer Vorstoß von BDA-Präsident Hundt: Beschäftigte sollen für Wegeunfälle zukünftig selbst haften

Günter Platzdasch

Bisher haftet die vom »Arbeitgeber« finanzierte gesetzliche Unfallversicherung für Unfälle, die Beschäftigte auf dem Weg zur bzw. von der Arbeit erleiden. »Die Betriebe können nicht für Dinge haftbar gemacht werden, auf die sie keinen Einfluß nehmen können«, begründete der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, sein Ausstiegsverlangen am Montag im Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Anderenfalls seien die Berufsgenossenschaften gefährdet, denen die Durchführung der Unfallversicherung obliegt, drohte Hundt. Wegeunfälle machten 15 Prozent der gewährten Leistungen aus: »Die müssen aus dem Leistungskatalog ausgegliedert werden.« Aber auch Unfallrenten ganz allgemein hat der BDA-Präsident wegen einer angeblichen »Überversorgung« im Visier. Am heutigen Mittwoch wird sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag vermutlich Hundts Forderung anschließen. Er will in Berlin eine »Reform« der Unfallvers...

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