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16.08.2004 / Thema / Seite 10

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Blut für Öl im Sudan. Unter der Menschenrechtsfahne wird ein Stimmungsteppich für westliches Eingreifen ausgebreitet

Thomas Immanuel Steinberg

Angenommen, auf Zypern würde Öl gefunden: ein riesiges Feld, nahe der Demarkationslinie. Und die orthodoxen Griechen würden die muslimischen Türken verjagen, oder umgekehrt, um das Öl für sich zu haben. Wäre das ein religiöser Konflikt? Oder ein ethnischer?

Es wäre einer um Öl und Land.


Im südlichen Sudan fand Chevron ab 1978 Öl bei Bentiu, Malakal und Al Muglat, dort, wo man Nuer, Dinka oder noch anders spricht, nur nicht arabisch. Viele Nuer und Dinka glauben an Geister, einige an den Heiligen Geist der Christen. Vom Norden aus herrschten und herrschen arabisierte Sudanesen über den ganzen Sudan. Sie glauben an Allah und seinen Propheten. Nord- und Südsudaner waren so verfeindet wie Türken und Griechen.

Krieg zwischen Nord und Süd


Wo Öl gefunden wurde, vertrieben die Nordsudaner die Südsudaner. Zwei Millionen Südsudaner sollen bislang ermordet, vier Millionen vertrieben worden sein. Nach einundzwanzig Jahren Krieg zwischen Nord und ...




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