Schwarzer Kanal
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02.08.2004 / Thema / Seite 10

Opfermut und Verbrechen

»Gewittersturm« über Warschau. Politische Akzente des Aufstands 1944 (Teil II und Schluß)

Werner Röhr

Hitler und Himmler betrachteten den Warschauer Aufstand als einen »Segen«, als die endlich gegebene Gelegenheit, Warschau und seine Bevölkerung zu vernichten. Hitler ordnete in seinem »Befehl Nr. 1« aus den ersten Augusttagen 1944 die vollständige Vernichtung der Stadt und die Ermordung aller ihrer Bewohner an: » ... es sind keine Gefangenen zu machen. Warschau muß dem Erdboden gleichgemacht werden, und es soll in dieser Hinsicht ein abschreckendes Beispiel für ganz Europa geschaffen werden.« Damit würde, so Himmler am 21. September 1944 in einer Rede vor Generalen der Wehrmacht, »die Hauptstadt, der Kopf, die Intelligenz dieses ehemaligen 16-, 17-Millionen-Volkes der Polen ausgelöscht, dieses Volkes, das uns seit 700 Jahren den Osten blockiert und uns seit der ersten Schlacht bei Tannenberg immer wieder im Wege liegt.« Das »polnische Problem«, so Himmler weiter, würde »geschichtlich für unsere Kinder und für alle, die nach uns kommen, kein großes Problem...

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