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31.07.2004 / Feuilleton / Seite 14

Schießend sterben

Dem Warschauer Aufstand 1944 ging der Warschauer Ghettoaufstand 1943 voraus

Helmut Höge

»Das Lied ist geschrieben mit Blut und nicht mit Blei« – heißt ein kürzlich erschienenes Buch über Mordechaj Anielewicz, den Führer des Aufstands im Warschauer Ghetto – bis zu seinem gewaltsamen Tod. Danach übernahm Marek Edelman das Kommando über die jüdische Kampforganisation ZOB. Dieser sagte über seinen Vorgänger: »Anielewicz wollte so gerne die Führung übernehmen, deswegen haben wir ihn gewählt«. Die Biographie über ihn – von Sabine Gebhardt-Herzberg – legt nahe, daß Anielewicz, dessen Stab sich am 8. Mai 1943 in einem Bunker verschanzt hatte, verraten wurde. Als die Deutschen Giftgas reinleiteten, begingen die meisten Aufständischen, bevor sie erstickten, Selbstmord, »einige töteten zuerst ihre Angehörigen und dann sich selber«.

Nur einigen wenigen Juden gelang die Flucht durch die Kanalisation – auf die »arische Seite« der Stadt oder in die Wälder zu den Partisanen. Diesen gescheiterten Aufstand betrachtet die israelische Armee heute als ihre...

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