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05.07.2004 / Ausland / Seite 7

Sudan im freien (Zer-)Fall

Regenzeit in Darfur: Regierung lenkt ein. Zugeständnisse an USA und UNO. Die Krisenursachen bleiben

Gerd Schumann

In dieser Woche beginnt die Regenzeit in der sudanesischen Kriegsregion Darfur. Seit weit über zwei Monaten deutet sich dort eine humanitäre Katastrophe für zwei Millionen Menschen an, und seit Monaten drohen die EU und insbesondere die USA der islamisch-arabischen Militärregierung in Khartum mit Sanktionen bis hin zu militärischer Gewalt, sollte sie Hilfstransporte verhindern und ihre High-Tech-Milizen Dschandschawid (Reiter mit Gewehren) nicht im Zaum halten. Zuletzt begaben sich UNO-Generalsekretär Kofi Annan und US-Außenminister Colin Powell zeitgleich in die sudanesische Hauptstadt sowie nach Darfur, um unisono das Elend der Bevölkerung zu beklagen sowie auf Sudans Regierung in einem Gespräch mit Vizepräsident Ali Osman Taha Druck auszuüben: Er solle das arabische Reiterheer entwaffnen, demobilisieren und zur Verantwortung ziehen lassen.

Dasselbe verlangte eine am Mittwoch in den UN-Sicherheitsrat eingebrachte Resolution der USA, auf die der 198...

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