27.05.2004 / Inland / Seite 5

Privatisierungsorgie in Berlin

US-amerikanisches Konsortium kauft vom SPD-PDS-Senat 65 000 landeseigene Wohnungen

Till Meyer

Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) zeigte sich am Dienstag nachmittag »hoch zufrieden«. Zuvor hatte der SPD-PDS-Senat einstimmig beschlossen, die größte landeseigene Wohnungbaugesellschaft GSW mit ihrem gesamten Bestand von 65 050 Wohnungen an ein Banken- und Immobilienkonsortium aus den USA namens »Cerberus« zu verkaufen. Damit fließen dem Finanzsenator 405 Millionen Euro in seine klamme Kasse. Für den Schutz der Mieter in den über das ganze Stadtgebiet verstreuten GSW-Wohnungen habe man gesorgt, verkündete der Senat. So dürfe der neue Eigentümer keine Kündigungen wegen Eigenbedarfs vornehmen, keine Luxussanierung durchführen und auch keine Wohnungen, außer an die Mieter selbst, verkaufen. So steht es nach Aussagen von Finanzsenator Sarrazin in den geheimen Geschäftsverträgen zwischen dem Senat und »Cerberus«. Wie allerdings das Konsortium die 1,45 Milliarden Euro Schulden,...

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