26.05.2004 / Feuilleton / Seite 12

Was täte man ohne Räte?

Dumpfbarden der Friedensbewegung, lernt von Mühsam, Graf und Toller: Bericht von einer Tagung zum literarischen Vermächtnis der Bayrischen Räterepublik

Dr. Seltsam

Über hundert literarische Gesellschaften machen sich in der Bundesrepublik verdient um die Popularisierung von Forschungsergebnissen und halten die Erinnerung an Autoren wach, die sonst der Vergessenheit anheimfallen würden. Gleich drei davon – die Ernst-Toller-, die Erich-Mühsam-Gesellschaft und die Gesellschaft für Politik und Bildung e.V. – trafen sich am Wochenende im intimen Tagungshaus der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente, Schleswig-Holstein. Sie widmeten sich den Werken von drei Autoren, die 1918/19 als Revolutionäre an der Bayrischen Räterepublik zum Teil führend beteiligt waren: Erich Mühsam, Oskar Maria Graf und Ernst Toller. »Die rote Republik. Anarchie- und Aktivismuskonzepte der Schriftsteller 1918 und das Nachleben der Räte«, hieß das Thema, und wie immer wurde es nicht genau getroffen, aber insgesamt doch Neues berichtet.

Von der Uni München kam gleich ein halbes Seminar mit Ulrich Dittmann, der den »Bauern- Boccaccio« Oskar M...

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