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17.05.2004 / Ansichten / Seite 2

Kolumbiens Coca-Cola-Belegschaft in Gefahr: Kann Solidarität in Deutschland Leben retten?

jW sprach mit Jürgen Hinzer, Sekretär der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten (NGG) im Landesbezirk Hessen/Rheinland-Pfalz/Saar

Hans-Gerd Öfinger

F: Gewerkschaftsarbeit bei Coca-Cola ist weltweit aufreibend, in Kolumbien sogar lebensgefährlich. Was wissen deutsche Coca-Cola-Beschäftigte über die Zustände in den kolumbianischen Betrieben?

Internationale Solidaritätsarbeit gehört in meinem Bereich zum täglichen Brot. Bereits 1999 wurden vier Gewerkschafter beim kolumbianischen Coca-Cola-Abfüller in Carepa von paramilitärischen Kräften getötet, die übrigen wurden gezwungen, aus der Gewerkschaft auszutreten. Nachdem die Gewerkschaft in den vergangenen Jahren dort erneut Zugeständnisse erreicht, Rechte erkämpft und Mitglieder gewonnen hat, steht jetzt alles erneut auf dem Spiel. Es ist zu befürchten, daß die Geschäftsleitung einen Streik provozieren und damit einen Vorwand schaffen will, alle Streikenden und sämtliche Gewerkschafter zu entlassen. Dies würde eine Rückkehr zu den von Gewalt geprägten Zuständen in den 1990er Jahren bedeuten.
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