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15.05.2004 / Wochenendbeilage / Seite 6

In der Muqatta

Sophia Deeg berichtet über internationale Friedensaktivisten in Palästina

Ulrike Vestring

»Es ist richtig, was Sie gemacht haben … Ich danke Ihnen« – Mit diesen Worten verabschiedet sich der Steward von El Al, der israelischen Fluggesellschaft, von der Deutschen, die man kurz vor dem Abflug von Tel Aviv in seine Maschine gebracht hat. Auf dem Flug nach München hat er von ihr erfahren, warum sie abgeschoben wird. Für die Journalistin Sophia Deeg war es ihre vorerst letzte Reise nach Israel und Palästina. Die israelische Regierung hat ihr ein zehnjähriges Einreiseverbot erteilt.

In ihrem soeben im Berliner Aufbau Verlag erschienenen Buch »Ich bin als Mensch gekommen« berichtet Sophia Deeg von dieser Reise. Hauptschauplatz ist Ramallah, der Sitz der palästinensischen Autonomiebehörde. Dort, wie in der gesamten Westbank, droht im Frühjahr 2002 eine neue gewaltsame Besetzung durch die israelische Armee. Sophia Deeg und ihre Tochter leisten gemeinsam mit internationalen und israelischen Freiwilligen gewaltfreien Widerstand unter dem Motto: »Mit d...

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