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21.04.2004 / Ausland / Seite 8

Erfolgsmodell Selbsthilfegruppen

Vietnam: Versehrte kämpfen um Existenz. Eine Million Menschen leidet an Kriegsfolgen

Tran Dinh Thanh Lam/IPS, Ho-Chi-Minh-Stadt

In Vietnam leben etwa drei Millionen Kriegsveteranen, über eine Million von ihnen leidet an Verletzungen, die Hälfte an den Folgen des massiven Einsatzes von Entlaubungsmitteln durch das US-amerikanische Militär. 76 Millionen Liter des berüchtigten »Agent Orange« und ähnlicher Substanzen haben die USA bis zum Kriegsende im Jahr 1975 über Vietnam versprüht. Krebs, Schädigungen des Zentralnervensystems und weitere Auswirkungen schwerer Dioxinvergiftungen bestimmen das Leben der Opfer und zum Teil auch das ihrer Kinder. Hinzu kommt ein Leben in Armut. Vielen Versehrten fehlt eine Ausbildung, und wer die von der Regierung angebotenen Trainingsprogramme mit Erfolg absolviert hat, wird nur widerwillig eingestellt.

Wenig Hilfe bietet die staatliche Unterstützung. Ein Kriegsversehrter mit 20 Dienstjahren erhält umgerechnet 13 US-Dollar im Monat, etwa genausoviel bekommt eine Familie mit zwei Agent-Orange-Opfern. Weitere Abstufungen richten sich nach der Sch...

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