21.04.2004 / Ausland / Seite 9

»Wir kennen die Lügen«

In den USA mehren sich Vergleiche zwischen dem Vietnamkrieg und dem Irak-Feldzug

Rainer Rupp

Die Zahl der im April in Irak im Kampf getöteten US-Soldaten liegt inzwischen bei über 100. Dies sei die höchste Verlustrate seit Oktober 1971, zwei Jahre vor dem US-Abzug aus Vietnam, meldeten amerikanische Medien. Selbst die Gesamtverluste der ersten drei Jahre in Vietnam seien niedriger gewesen als nach einem Jahr Irak-Feldzug. Auch sonst werden zunehmend Vergleiche zu Vietnam gezogen. Anthony Zinni, Exgeneral der Marines, wegen seiner offenen Sprache von der Bush-Regierung aus dem Dienst gedrängt, aber im US-Militär hoch geschätzt, sagte unlängst vor Offizieren: »Vietnam – wir kennen den Dreck und die Lügen. Jetzt passiert es wieder.«

Die Parallelen drängen sich auf: Der erfundene Zwischenfall im Golf von Tonking als Anlaß zum Überfall auf Vietnam und die nicht existierenden Massenvernichtungswaffen in Irak, die angeblichen Verbindungen Bagdads zu Al Qaida, der vorgebliche Schutz von »Demokratie und Menschenrechten«. Auch die US-Militärbulletins...

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