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31.03.2004 / Thema / Seite 10

Das gläserne Netzwerk

Hauptverdächtige

Knut Mellenthin

Drei Wochen nach den Madrider Zugattentaten vom 11. März sind die Ermittlungen da gelandet, wo sie hingehören: beim »Al-Qaida-Terrornetzwerk«, von dem gleichzeitig sämtliche Experten augenzwinkernd flüstern, daß es überhaupt nicht mehr existiert. Mindestens 20 Verdächtige wurden seit dem 11. März festgenommen. Es sind fast ausschließlich marokkanische Einwanderer. Einige sollen direkt an den Anschlägen beteiligt gewesen sein, andere wird man irgendwann freilassen müssen, weil ihnen außer ihrer religiösen Überzeugung nichts Wesentliches vorzuwerfen ist. Bis dahin kann aber noch viel Zeit vergehen, denn nach spanischem Recht dürfen Verdächtige zwei Jahre ohne Anklageerhebung festgehalten werden.

Der eigentliche »geistige Vater der Anschläge« sei den Ermittlern zwar namentlich bekannt, er befinde sich aber nicht unter den bisher Verhafteten. Sein Aufenthaltsort sei unbekannt, vermutlich habe er Spanien schon wieder verlassen, heißt es offiziell. Die spanisc...

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