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18.03.2004 / Feuilleton / Seite 14

Unzugehörige

Wider den Zeitgeist: Ein Fernsehfilm über Peter Weiss (1916–1982) erhält den Adolf-Grimme-Preis

Günter Platzdasch

Die Jurys haben entschieden. Zum zweiten Mal wird ein Film des in Jena wohnhaften linken Intellektuellen Jens-Fietje Dwars mit dem deutschen »Fernseh-Oscar« (Harald Schmidt) ausgezeichnet, dem Adolf-Grimme-Preis. Dessen Namensgeber war SPD-Politiker, preußischer und niedersächsischer Kulturminister, engagierter Schulreformer und Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR), zu dessen Mitarbeitern einst auch Karl-Eduard von Schnitzler zählte.

2001 erhielt Dwars den Preis für einen Film über den Dichter und DDR-Kulturminister Johannes R. Becher. Seit Dienstag ist klar: Am 3. April wird Dwars’ und Ullrich Kastens Filmporträt »Der Unzugehörige: Peter Weiss – Leben in Gegensätzen« (eine Koproduktion des RBB mit dem SWR und dem Schweizer Fernsehen) in Marl mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Zur Jubiläumsfeier – der älteste deutsche Fernsehpreis wird zum 40. Mal verliehen (ab 21.15 Uhr auf 3sat) – haben sich Johannes Rau als Händeschüttler und Sa...

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