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02.09.2022 / Feuilleton / Seite 11

Der Gratwanderer

Zum Tod von Hans-Christian Ströbele

Gerd Schumann

Auf seinem Grabstein könnte stehen: Hans-Christian Ströbele versuchte den aufrechten Gang, seine Partei folgte ihm nicht.

Geboren in Halle an der Saale kurz vor Kriegsbeginn 1939, aufgewachsen im Ruhrgebiet, nach dem Abitur Kanonier bei der Bundeswehr, Rechtsstudium in Heidelberg und Westberlin. Ströbele politisierte sich in Zeiten einer Wende von der Restauration zur Modernisierung. Die »68er« wehrten sich gegen den Mief von tausend Jahren, wollten die verkrusteten Verhältnisse zum Tanzen bringen, die Signale standen auf Umbruch.

Kleiner Kompromiss

Ströbele, aufgebracht vom Freispruch eines ehemaligen Richters am faschistischen Volksgerichtshof mit empörenden Begründungen des Bundesgerichtshofes, gehörte zu den Gründern des Sozialistischen Anwaltskollektivs. Er verteidigte Aktivisten der Studentenbewegung. Zusammen mit seinem Kollegen Klaus Croissant (1931–2002) wurde er als Anwalt von Andreas Baader vom Politprozess in Stuttgart-Stammheim ausgeschlossen...

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