Unerhörte Töne
Türkei bringt mögliche Aussöhnung mit Syrien ins Spiel. Ziel: Bekämpfung der kurdischen Bewegung
Karin Leukefeld, DamaskusSeit Wochen häufen sich die Gerüchte über eine bevorstehende Annäherung zwischen Syrien und der Türkei. Zuletzt befeuerte sie der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am vergangenen Freitag mit der Erklärung, dass »die Opposition und das Regime in Syrien sich versöhnen« müssten, so die staatliche Nachrichtenagentur der Türkei, Anadolu. Ankara strebe demnach nicht nach einem Sieg über die Regierung von Baschar Al-Assad.
Zuvor hatte bereits der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu ähnliche Töne angeschlagen. Am 12. August teilte er zudem in Ankara mit, dass er sich mit seinem syrischen Amtskollegen Faisal Mekdad im Oktober 2021 »kurz« unterhalten habe. Ort des Geschehens sei das Treffen der blockfreien Staaten in Belgrad gewesen. Unter anderem sei es um die Notwendigkeit einer Versöhnung gegangen. Unter Vermittlung Russlands fanden zudem immer wieder Gespräche auf Geheimdienstebene statt.
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem »arabischen Frühling« u...
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