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10.02.2004 / Ausland / Seite 16

Schweizer Käse

Die »Kopfpauschale« im Gesundheitswesen treibt immer mehr Haushalte unter die Armutsgrenze

Jens Holst

Das Ringen um Quoten und Stimmen beschert der sozialpolitischen Debatte in Deutschland immer neue Losungen. Seit Monaten kämpft eine unheilige Allianz aus Christdemokraten, »Arbeitgebern«, Liberalen und anderen Privatisierungsanhängern für »Kopfpauschalen« in der Krankenversicherung. Dabei verweisen sie gerne auf die Schweiz, die 1996 solche einkommensunabhängigen Kassenbeiträge einführte. Die Eidgenossen haben bekanntlich die Möglichkeit, ihre monatlichen Abgaben durch höhere jährliche Eigenanteile zu senken, ganz im Sinne der Eigenverantwortlichkeitsideologie aus der besagten Ecke.

Doch in der Alpenrepublik ist nicht alles Gold, was glänzt. Vielmehr greift das Übel der Verschuldung um sich und trifft heute zunehmend die Mittelschicht. Neben hohen Kosten für Mieten und Grundnahrungsmittel stellen dabei Gesundheitsausgaben die wichtigste Armutsfalle dar. Eine aktuelle Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über Fairness von Gesundheitssyste...

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