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17.01.2004 / Titel / Seite 1

Frieden in Geiselhaft

Kolumbien: Festnahme von FARC-Kommandeur »Simón Trinidad« blockiert Friedensgespräche

Harald Neuber

Der Druck auf den kolumbianischen Präsidenten war zuletzt enorm. Nach der blamablen Niederlage eines umfassenden politischen Referendums und dem Rücktritt mehrerer Minister Ende vergangenen Jahres stand Alvaro Uribe zum Jahreswechsel mit dem Rücken zur Wand. Dann kam der 2. Januar. In einer »koordinierten Aktion«, so erklärten Militärs in Bogotá, wurde an diesem Tag im Nachbarland Ecuador mit Juvenal Ricardo Palmera alias »Simón Trinidad« der ranghöchste Kommandeur der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) seit Beginn des bewaffneten Konfliktes vor vier Jahrzehnten festgenommen. Endlich konnte der extrem rechte Karrierepolitiker wieder einen politischen Erfolg präsentieren. »Trinidads« Festnahme, so Uribe mit neuem Selbstbewußtsein, markiere erst den »Anfang der vollständigen Zerschlagung des Terrorismus«. Dem ecuadorianischen Staatschef Lucio Gutiérrez dankte der kolumbianische Präsident telefonisch für die Zusammenarbeit. Gutiérrez sagte seiner...

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