16.01.2004 / Inland / Seite 5

Tarnen und täuschen

Friedensbewegung kritisiert Strucks Umbaupläne für die Bundeswehr

Lühr Henken / Peter Strutynski

Für Verteidigungsminister Peter Struck ist der afghanische Hindukusch nur eine Zwischenstation auf dem Weg zur Erweiterung des Einsatzgebietes der Bundeswehr. Künftig wäre das Einsatzgebiet »die ganze Welt«, sagte er am Dienstag. Eine solche weltpolitische Unbekümmertheit kann wohl nur ein deutscher Minister haben, der mit der »Gnade der späten Geburt« gesegnet ist. Weiß er doch nicht mehr, daß bereits zweimal in der deutschen Geschichte der Plan, deutsche Soldaten in die ganze Welt zu schicken, verheerende Folgen im In- und Ausland hatte.

Nationale Alleingänge seien künftig ausgeschlossen, beruhigt Struck die kritische Öffentlichkeit; die Bundeswehr werde außer zu Evakuierungsmaßnahmen künftig nur im Rahmen von NATO, EU, UNO und OSZE eingesetzt. Dabei stellen die angriffsfähigen Kriegereinheiten der »Eingreifkräfte« für NATO und EU zusammen 33 000 von 35 000 Soldaten, für die UNO werden lediglich 1 000 Mann bereitgestellt. Für die 80 000 Mann der »Ei...

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