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03.01.2004 / Ausland / Seite 9

Wahlboykott der Linken

Schewardnadse-Nachfolger gesucht: Georgische »Reformer« fürchten niedrige Wahlbeteiligung

Knut Mellenthin

Am Sonntag wird der neue georgische Präsident gewählt. Der Posten war im November durch den Sturz von Eduard Schewardnadse vakant geworden. Keine Frage, daß der Führer der »Samtrevolution«, Michail Saakaschwili, die Wahl haushoch gewinnen wird. Nur einem seiner fünf Gegenkandidaten werden mehr als zehn Prozent zugetraut: Temur Schaschiaschwili, ehemaliger Gouverneur der Provinz Imereti, ein Gefolgsmann von Schewardnadse. Auf ihn werden sich die Gegenstimmen gegen Saakaschwili und seine inszenierte Machtergreifung, die von vielen als Putsch interpretiert wird, konzentrieren.

Ein relativ populärer Bewerber wurde von der Kandidatenliste gestrichen: Der frühere Minister für Staatssicherheit, Igor Giorgadse. Er war 1995 geflüchtet, nachdem ihm vorgeworfen wurde, für einen Bombenanschlag gegen Schewardnadse verantwortlich gewesen zu sein. Zur Präsidentenwahl wurde er jetzt nicht zugelassen, weil er nicht, wie vorgeschrieben, die letzten...

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