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02.01.2004 / Ausland / Seite 7

Moskauer Weichenstellung

Inside 2003: Ist der russische Kapitalismus noch reformierbar?

Werner Pirker

In der Silvesternacht zum Jahr 2000 übergab ein schwer angeschlagener Boris Jelzin, den die von ihm verursachten Turbulenzen über den Kopf gewachsen waren, seine Amtsgeschäfte an Wladimir Putin. Damit war das Jelzinsche Jahrzehnt, eine der düstersten Epoche in der Geschichte Rußlands, zu Ende gegangen. Der Mann aus dem Ural hinterließ seinem Nachfolger ein verwüstetes Land.

In den Jahren danach geriet die russische Innenpolitik weitgehend aus dem Blickfeld der internationalen Öffentlichkeit. Das zeugt von der Mittelmäßigkeit, in die das Land abgestiegen ist, aber auch von einer Stabilisierung der innenpolitischen Lage. Der Putinismus ergab sich als eine gesetzmäßige Erscheinung. Denn Rußlands Kapitalismus bedurfte um seiner selbst willen einer Zügelung. Er hatte nicht nur die Millionenmassen quasi über Nacht enteignet. Er erwies sich in seiner andauernden Gründereuphorie als außerstande, ein einigermaßen funktionsfähiges Reproduktionsmodell hervorzubri...

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