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31.12.2003 / Feuilleton / Seite 12

Ich, ich, ich, ich, ich

Never trust the feuilleton: Ein Rückblick auf das literarische Jahr 2003

Carsten Otte

Wenn im Feuilleton über die finanzielle und geistige Verfassung des literarischen Betriebs gejammert wird, was ja nicht selten der Fall ist, dann kann man davon ausgehen, daß es um die kleine Welt der Autoren, Kritiker, Lektoren und Verleger doch nicht so schlecht bestellt ist. Denn oft ist die anhebende Wehklage ein Indikator für das gar nicht so übel laufende Geschäft, und nicht selten wird der Niedergang des schriftstellerischen Niveaus dann beschworen, wenn neue Qualitäten entstehen.

So war es auch in diesem Jahr. Was haben die Verleger über den mangelnden Verkauf gestöhnt, bis die ersten offiziellen Zahlen zur Frankfurter Buchmesse veröffentlicht wurden, die das Ende der Talfahrt konstatierten. Und woran lag das? Unter anderem an einem Phänomen, das nun wiederum die ernsthaften Kritiker verzweifeln ließ: Denn kaum ein Mensch aus der Regenbogensociety ließ es sich nehmen, Klatsch- und Tratschgeschichten zwischen zwei Buchdeckel klemmen zu lassen, ...

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