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31.12.2003 / Inland / Seite 6

Gefährdete Atommeiler

Bundesregierung will Nebelwände gegen Terroristen und AKW-Gegner errichten

Uwe Witt

Nachdem am 11. September 2001 die Passagiermaschinen in die Tower von Manhattan rasten, machten sich weltweit nicht nur Sicherheitsdienste darüber Gedanken, was weitere prominente Ziele für Selbstmordattentäter sein könnten. Eins und eins zusammengezählt, kamen recht schnell Atomkraftwerke in die engere Wahl. In Deutschland veranlaßte das Bundesumweltministerium (BMU) sofort eine Kurzstudie der Reaktorsicherheitskommission (RSK). Zwar gab es seinerzeit schon Forschungen über mögliche Abstürze von Militärjets auf AKWs. Das Horrorszenario gezielter Anflüge von Großflugzeugen mit vollem Tank war jedoch nicht einmal von der Umweltbewegung in Erwägung gezogen worden. Die Treibstoffmasse beim Militärflugzeug liegt im Bereich von fünf Tonnen, bei einem großen Verkehrsflugzeug aber bei mehr als 100 Tonnen. Genau einen Monat nach den Anschlägen stellte die RSK in ihrer Stellungnahme fest, daß offen bleiben müsse, ob die AKWs solchen Angriffen standhalten. »Abhängi...

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