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31.12.2021 / Inland / Seite 5

Politik der Armut

Jahresrückblick 2021. Heute: Soziale Folgen der Pandemie. Jeder sechste Mensch hat zuwenig zum Leben. Maßnahmen der Regierung helfen kaum

Bernd Müller

Mit einem kirchlichen Choral ließ sich Angela Merkel als Bundeskanzlerin verabschieden – ob sie je mit christlichen Werten eng verbunden war, darüber werden wohl künftig die Historiker noch streiten. Zumindest für die Armen und Schwachen tat die CDU-Politikerin auch im letzten dreiviertel Jahr ihrer Amtszeit nur wenig.

Der Anteil der armen Menschen an der Gesellschaft in der Bundesrepublik nahm seit dem Jahr 2006 fast kontinuierlich zu – und erreichte in der Coronapandemie ihren vorläufigen Höchststand: Jeder sechste Mensch in Deutschland gilt beziehungsweise 16,1 Prozent gelten als arm. Dieses bittere Ergebnis veröffentlichte der Paritätische Wohlfahrtsverband Mitte Dezember. Nach Bremen sind vor allem die ostdeutschen Bundesländer betroffen. Arm zu sein, bedeutet auch immer öfter: arm bleiben. Das gilt inzwischen für rund 44 Prozent aller Armen, teilte das Statistische Bundesamt im März mit. Damit hat sich der Anteil der dauerhaft armen Menschen seit 199...

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