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11.12.2003 / Feuilleton / Seite 14

Endlose Glückssuche

Tschechows »Drei Schwestern« hatte am Freitag Premiere am Cottbuser Staatstheater

Stefan Amzoll

Wie endet eine Generalsfamilie aus der Provinz, in deren Salons plötzlich die Offiziere fehlen? Ist das ein Glück? Oder Glück im Unglück? Endet damit die Abwechslung, die Zerstreuung? Und beginnt die Langeweile? Nichts von allem. Tschechows »Drei Schwestern« läßt alle Fragen offen. Und das macht das Stück so interessant. Liebe, was ist das? Glück? Alle trachten irgendwie danach. Keiner kann es wirklich artikulieren. Und einfinden tut es sich ohnehin nicht. Am Ende steht ein Desaster. Keine der drei Schwestern findet Glücksbedingungen vor. Kein Wunsch nach Liebe, der nicht zerplatzen würde wie eine Seifenblase. Aus dieser Spannung nährt sich die Dramatik des Stücks, das Werner Buhss so modern wie einfühlsam neu übersetzt hat.

Was sind das für Leute, die sich auf der Drehbühne treffen? Welche wie du, ich, ihr, wie der von gegenüber oder die um die Ecke, Leute wie wir, wir alle? Auffällig ist: Viele deutsche Bühnen haben das Stück derzeit im Spielplan. Gr...

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