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11.12.2003 / Ausland / Seite 7

Taktische Einigung

Serbische Sozialisten finden vor Parlamentswahl Kompromiß. Milosevic soll Stimmen holen

Cathrin Schütz

Seit wenigen Tagen steht es fest: Slobodan Milosevic wird Kandidat Nummer eins auf der Liste der Sozialistischen Partei Serbiens (SPS). »Angeklagte Kriegsverbrecher kandidieren im Parlamentswahlkampf« – so etwas sei nur in Serbien möglich, so die serbischen Pressestimmen im gewohnten Gleichklang. Anfang Dezember hatte sich der ehemalige serbische und jugoslawische Präsident Milosevic per Telefonansprache aus dem Gefängnis im holländischen Scheveningen an das Zentralkomitee der SPS gewandt, noch bevor die Partei die Liste für die vorgezogenen serbischen Parlamentswahlen am 28. Dezember angenommen hatte. Der Parteivorsitzende appellierte an die dringend nötige Einheit der Partei: Die Wiedererlangung nationaler Unabhängigkeit sei das zentrale Ziel.

Die SPS-Wahlliste enthält die prominentesten Namen sowohl aus jenen Reihen der SPS, die sich von ihrem Vorsi...

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