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01.12.2003 / Inland / Seite 4

Essen, Seife, warme Kleidung

Ein Tag in der Suppenküche der Sankt-Marien-Gemeinde in Berlin-Wilmersdorf

Till Meyer

Wie viele Suppenküchen, Wärmestuben und Notunterkünfte es mittlerweile in Berlin gibt, weiß keine Behörde genau. Die meisten werden von sogenannten freien Trägern unterhalten, vor allem von den beiden großen Kirchen und der Arbeiterwohlfahrt. Bei der Arbeiterwohlfahrt heißt es: »Die Zahl der Bedürftigen, die auf ganz konkrete tägliche Hilfe angewiesen sind, ist enorm angestiegen und damit auch die Anzahl der Suppenküchen.«

Im gutbürgerlichen Bezirk Wilmersdorf gibt es seit genau zehn Jahren die Suppenküche der katholischen Sankt-Marien-Gemeinde am Bergheimer Platz. An vier Tagen in der Woche werden im Gemeindesaal, direkt gegenüber der mächtigen roten Backsteinkirche, jeweils zwischen 60 und 90 Essen ausgereicht, 20 ehrenamtlich arbeitende Frauen teilen sich im Wochenwechsel die Essensausgabe und die Betreuung der »Kunden«, wie die Essensgäste hier genannt werden. Heute sind Frau Büdenbender und Frau Hanky dafür zuständig. »So viel wird heute nicht los...

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