12.11.2003 / Ansichten / Seite 3

Staatsreligion

Hohmann und der Antisemitismus

Arnold Schölzel

Die Ankündigung, Martin Hohmann aus der Unionsfraktion und der CDU zu werfen, ist taktischer Natur. Hätte sich der Abgeordnete etwas mehr Asche aufs Haupt gestreut, wär’s glimpflicher abgegangen. Ihm wurden ausreichend Brücken gebaut.

Warum geriet er mit seiner Provinzrede ins nationale Polittheater? Durch Zufall. Der Text stand wochenlang im Internet, ähnliche Äußerungen soll es von Hohmann früher gegeben haben. Er nahm sich am 3. Oktober im hessischen Zonenrandgebiet, wo man sich von der Zone nach 1990 erst recht gebeutelt fühlt, das Thema »Gerechtigkeit für Deutschland« vor. Das ist ein Wahlkampfthema. Wer klarstellt, daß die Bundesrepublik Opfer der Sozialschmarotzer des eigenen Landes und aller übrigen Weltregionen ist, daß die Nation sich dagegen nur durch Kürzen, Streichen und Abschieben schützen kann, wird Ministerpräsident oder Bundeskanzler. Wär...

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