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14.09.2021 / Inland / Seite 5

Eine Altersarmutsrepublik

Laut Bundesregierung erhalten acht Millionen Menschen weniger als 800 Euro Rente im Monat. Linke wirbt für österreichische Verhältnisse

Ralf Wurzbacher

In Bayern wurde dieser Tage ein Mann vom Amtsgerichts Ebersberg zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Er hatte beim Aldi-Discounter Wurst im Wert von zehn Euro mitgehen lassen. Der Beklagte hat nach Eigendarstellung 30.000 Euro Schulden und nur 80 Euro im Monat für Einkäufe zur Verfügung. Seine Rente sei »zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel«, beschied er bei der Verhandlung. Wie ihm geht es vielen in Deutschland. Fast jeder fünfte über 65jährige ist von Altersarmut betroffen oder, wie es amtlich heißt, »bedroht«. Im Zeichen der anhaltenden Coronakrise hat sich die Lage noch verschärft: Für 2021 wurde den Senioren eine Nullrunde verordnet. Zugleich ist die Inflation mit aktuell knapp vier Prozent so hoch wie seit fast 30 Jahren nicht mehr.

So gesehen wirkt die neueste Ansage der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wie eine Beruhigungspille in Wahlkampfzeiten. 2022 könnten die Rentnerinnen und Rentner mit einem »ordentlichen Plus« rechnen, sagte ...

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