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Der blinde Fleck
Postdemokratie: Colin Crouch hat seine Thesen zur Aushöhlung der politischen Institutionen aktualisiert
Georg SturmDie »westlichen« Demokratien sind dabei, sich zu einer reinen Herrschaft der »Eliten« zu entwickeln. So lautete die zentrale, für einigermaßen kritische Beobachter des Zeitgeschehens schon damals nicht gerade überraschende Erkenntnis des britischen Politikwissenschaftlers Colin Crouch in seinem 2004 erschienenen Buch »Postdemokratie«. Der zum Bestseller avancierte Essay war Diagnose und Warnung zugleich: Obwohl nominell demokratische Institutionen und Verfahren formell weiterbestünden, würden sie durch den Neoliberalismus zusehends ausgehöhlt. Während die Mehrheit der Menschen in politische Passivität verfalle, verkomme die Demokratie zu einem reinen Spektakel konkurrierender Teams von PR-Experten – in anderen Worten: zu einer Postdemokratie.
Wie sieht es rund eineinhalb Jahrzehnte später aus? In seinem neuen Buch »Postdemokratie revisited« versucht sich Crouch an einer selbstkritischen Bestandsaufnahme. Sein Ergebnis: Um »die Demokratie« ist es heute schl...
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