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15.06.2021 / Feuilleton / Seite 11

Mit Politik kein Glück

Situationales Handeln: Stefan Herheims Inszenierung von Wagners »Rheingold« an der Deutschen Oper in Berlin

Kai Köhler

Die drei Rheintöchter umwerben den Nibelungen Alberich, um ihn dann höhnisch als »schwarzes, schwieliges Schwefelgezwerg« zurückzuweisen. So gelingt ihm, was nur derjenige kann, der »der Liebe Macht entsagt«: Er raubt der Natur das Gold des Flussgrundes und schmiedet es zu einem Ring, der die Weltherrschaft sichern soll. Alberich, der Ungeliebte, verliert dabei nichts: Lust kann er sich immer noch mit der Macht des Ringes erzwingen.

Schon am Beginn von Wagners Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« steht keine heile Welt. Am oberen Ende der Hierarchie hat sich der Gott Wotan von Riesen eine Burg erbauen lassen und ihnen dafür die Göttin Freia als Bezahlung versprochen. Nun sucht er eine Lösung, weder Freia auszuliefern noch vertragsbrüchig zu werden; denn er herrscht auf der Grundlage von Verträgen. Wir sind eher in der bürgerlichen Neuzeit als im vorgeschichtlichen Mythos. Das musikalische Motiv des Liebesverzichts durchzieht die gesamte Partitur vom Kummer...

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