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17.05.2021 / Feuilleton / Seite 11

Die Avantgarde sitzt im Kino

Ein »D« für ein »U«: Wie vor 75 Jahren der UFA die Defa entstieg

Christoph Hesse

Krieg und Kino beschreiben nicht nur einen technischen und ästhetischen Zusammenhang, sondern zuzeiten auch ein Produktionsverhältnis. Insbesondere in der deutschen Filmgeschichte: Die beiden historisch bedeutendsten Filmunternehmen dieses Landes waren auf wenngleich sehr unterschiedliche Weise nicht nur Produkte des Krieges; sie sollten selbst auch »Waffen« zur moralischen Ertüchtigung der Bevölkerung herstellen. Mit der 1917 auf Betreiben der Obersten Heeresleitung (OHL) gegründeten UFA wollte das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg gewinnen, die 1946 auf Initiative der Sowjetischen Militäradministration geschaffene Defa sollte dazu beitragen, einen dritten Weltkrieg zu verhindern. Schon bald jedoch befand sie sich in einem neuen, diesmal sogenannten Kalten Krieg.

Die am 17. Mai 1946 in Potsdam-Babelsberg gegründete Deutsche Film AG war ein deutsch-sowjetisches Joint Venture, wie man es heute vielleicht nennen würde, ursprünglich eine GmbH und dann für e...

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