19.09.2003 / Feuilleton / Seite 12

Szenen vierer Ehen

Kritik der postmodernen Philosophie (8) * Vom Fischer un syner Fru

Jürgen Elsässer

Daß etwas im Busch war, blieb dem genauen Beobachter nicht verborgen: Im Fernsehen konnte man in den letzten Monaten beinahe täglich mitverfolgen, wie aus dem drahtigen Joseph wieder der dicke Joschka wurde. Hängebacken, Doppelkinn, Schweinsäuglein, der weite Hosenbund – es hatte sich offensichtlich ausgejoggt. Der Minister zog die leichte Bettgymnastik am Morgen dem stupiden Marathon vor, und das kann man ihm sicherlich nicht verdenken. Daß er diese lustvollen, aber wenig kalorienzehrenden Aktivitäten nicht mit seiner Frau betrieb, sondern eine junge Studentin bevorzugte und darüber seine Ehe zerbrach, wäre auch nicht der Rede wert, ließe sich an diesem Beispiel nicht die Veränderungen im Denken und Leben der politischen Klasse verdeutlichen, die Gegenstand dieser junge Welt-Serie sind.

»Es ist bei Fischer wie bei einer Schlange: Nach jeder Lebensphase häutet er sich...«, kommentierte ein Fischer-Intimus die neue Liaison des grünen Frontmannes. Vier E...

Artikel-Länge: 4840 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe