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17.09.2003 / Ansichten / Seite 2

Russisch-chinesische Pipeline in Sibirien: Kein Nutzen für die regionale Wirtschaft?

Jennie Suttons arbeitet im russischen Irkutsk für die Umweltorganisation Baikalskaja Ekologitscheskaja Wolna (Baikal-Umweltwelle)

Wolfgang Pomrehn

F: Die Präsidenten Rußlands und Chinas haben vor drei Monaten einen Vertrag über den Bau einer Pipeline unterzeichnet, durch die ab 2005 Öl von Sibirien nach China gepumpt werden soll. An den Ufern des Baikalsees - nach dem Volumen der größte Süßwassersee der Erde mit 20 Prozent der weltweiten Trinkwasservorräte - sind Umweltschützer besorgt. Was sind Ihre Bedenken?

Wir befürchten, daß Lecks unvermeidlich sein werden, besonders, wenn man sich die Zustände in der russischen Ölindustrie und das extrem schwierige Gelände anschaut, in dem die Pipeline gebaut werden soll. Und das hätte am Baikal und in seinem Einzugsgebiet enorme Konsequenzen. Die vorgeschlagene Route führt durch Gebiete unberührter Wildnis im Südwesten des Sees. Die Berge dort gehören zu den größten verbliebenen Urwäldern Südsibiriens. Bau und Betrieb der Pipeline werden außerdem negative kulturelle Konsequenzen für die ansässige Bevölkerung haben, die über Jah...

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